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Realtime Analytics meets Internet of Things – Wie Gegenstände lernen

Echtzeitanalyse im Internet of Things & Smart Home

Realtime Analytics (Echtzeitanalyse) ist aus dem Bereich der Personalisierung im E-Commerce nicht mehr wegzudenken. Ob individuelle Produktempfehlungen in Webshops, personalisierte E-Mails, Rabatte oder angepasstes Design: Durch die Analyse des Verhaltens der Nutzer können deren Bedürfnisse besser erkannt und sofort bedient werden. Die prudsys AG ist ein Pionier in diesem Bereich. In diesem Beitrag gehe ich auf die Benefits von Echtzeitanalyse ein und zeige weitere kluge Anwendungsszenarien auf, insbesondere für den Bereich Smart Home.

Das Internet ist zwar generell ein Vorreiter der Echtzeitanalyse. Aber Realtime Analytics ist überall im Kommen und keinesfalls auf das Internet beschränkt. So stellt Gartner in einer neuen Studie fest: „Between 2016 and 2019, spending on real-time analytics will grow three times faster than spending on non-real-time analytics.“ Was also ist an Realtime Analytics so besonders und warum hat es das Potenzial unseren Alltag zu verändern?

Realtime Analytics als Schlüssel für eine smarte Welt

Echtzeitanalyse-Verfahren lernen automatisch ein Modell des Umweltverhaltens, um darauf basierend selbständig Entscheidungen zu treffen. Das Lernen und Entscheiden geschieht dabei kontinuierlich und in Echtzeit. Im Gegensatz dazu speichert der Großteil der Big-Data-Verfahren alle Daten, um daraus von Zeit zu Zeit ein Modell zu bauen, aus dem wiederum die Ableitung von Entscheidungen erfolgt. Die Vorteile der Echtzeitanalyse liegen auf der Hand: Es ist keine Speicherung von Transaktionsdaten notwendig und das Analysemodell ist immer auf dem aktuellen Stand.

Damit Realtime Analytics aber funktioniert, müssen sowohl die zu analysierenden Daten in Echtzeit verfügbar als auch die Aktionen in Echtzeit ausführbar sein. Im Internet kein Problem: So weiß z.B. eine Empfehlungsmaschine immer, welches Produkt ein Nutzer gerade anschaut und kann sofort andere Produkte, Content oder Rabatte empfehlen und sofort wiederum aus dem Feedback lernen. In der physischen Welt war das bisher etwas schwerer: Im Supermarkt war bis vor kurzem weder bekannt, was die Besucher gerade interessiert und es konnten auch keine Empfehlungen oder Rabatte ausgespielt werden.

Doch das ändert sich gerade: Über neue Instore-Devices wie Kiosksysteme oder Instore- Navigation (WLAN, Beacons, etc.) lassen sich die Interessen und Positionen der Nutzer – bei deren Zustimmung – ermitteln und über Smartphone, Coupondrucker oder elektronische Preisschilder attraktive Produktangebote und Preise in Echtzeit ausspielen. Nun kann die Echtzeittechnologie in Form der prudsys RDE zum Einsatz kommen und den Kunden jederzeit personalisierte Angebote unterbreiten. Indem also Geräte des Supermarkts Sensoren und Aktoren erhalten und sich per Internet austauschen können, werden sie „intelligent“.

Damit aber sind wir beim „Internet of Things“ (IoT). Dieses vernetzt nicht nur Devices des Supermarkts, sondern dringt schrittweise in alle Bereiche unseres Alltags vor. Ob Auto oder Fahrrad, Fernseher oder Waschmaschine, ja selbst Jacke wie Hose: Immer mehr Gegenstände werden internetfähig. Damit aber werden sie über Realtime Analytics in die Lage versetzt, selbst zu lernen und zu entscheiden. Der Begriff „Intelligenz“ erhält eine völlig neue Dimension.

Genau das ist die Aufgabe der Signal Cruncher GmbH als Berliner Tochter der prudsys AG: Unter Nutzung des IoT die seit über zehn Jahren entwickelte Echtzeitanalyse-Technologie aus dem Handel in neue Branchen zu übertragen. Schwerpunkte sind dabei Smart Home und Industrie. Das Instrument dazu ist der XELOPES-Prozessor (XELOPRO), eine schlanke Echtzeitanalyse-Komponente, die in kürzester Zeit in Drittanwendungen integriert werden kann. Betrachten wir dazu das Smart Home.

Kluges Haus, was tun?

Immer mehr Geräte in Haushalten wie Heizungen, Lüfter, Fernseher, Kühlschränke, Lampen und Steckdosen werden mit Mikroprozessoren, Sensoren und Aktoren ausgestattet. Damit können sie weitgehend autonom agieren. Zugleich sind sie zunehmend über Internet vernetzt, wodurch sie nicht nur von außen gesteuert werden, sondern sich auch untereinander austauschen können. Während die Steuerung durch Smartphones vielfach schon vorgenommen wird, gibt es bisher nur wenige Ansätze zur autonomen Steuerung über selbstlernende Verfahren.

Smarthome - Siignal Cruncher

Was bringt der Echtzeitansatz im Smart-Home? Beginnen wir mit der Lampensteuerung: So lassen sich die Gewohnheiten der Nutzer über das Ein- und Ausschalten von Lampen, deren Stärke und Farbe lernen. Ist der Nutzer nicht zu Hause, so kann zum Zweck der Abwesenheitssimulation das Licht automatisch analog zum gelernten Verhalten der Nutzer ein- und ausgeschaltet werden. Die Vorteile sind klar: Der Nutzer muss zum einen nicht sein Schaltverhalten programmieren. Zugleich kann der XELOPRO dessen Gewohnheiten statistisch viel exakter erfassen als der Nutzer selbst. Daran schließen sich weitere Möglichkeiten an: Das System kann dem Nutzer auf Wunsch Empfehlungen zur Lichtsteuerung unterbreiten, die es aus dem Verhalten ähnlicher Nutzer sowie Bewertungen des aktuellen Nutzers erhält.

Weitere Applikationen liegen im Bereich des Marketings. Basierend auf den Vorlieben des Nutzers können ihm automatisiert Produkte und Dienstleistungen zum Kauf angeboten werden wie Bücher, Reisen, Versicherungen etc.

Die wohl wichtigste Aufgabenstellung im Smart Home ist die Minimierung des Energieverbrauchs. Einerseits stehen zunehmend Sensoren in Form von Thermometern, Helligkeitssensoren, Smart Meter, Bewegungsmelder etc. zur Verfügung. Andererseits können auch die Stellgrößen des Heizkreislaufs wie Vorlauftemperatur, Heizungsventile, Thermosteuerung, etc. elektronisch geschaltet werden. Mehr noch: Solaranlagen und Warmwasserspeicher können mit in den Entscheidungsprozess eingebunden werden.

Das Ziel besteht nun darin, die Geräte in Abhängigkeit der Sensoren zeitlich derart zu steuern, dass – bei Einhaltung eines vorgeschriebenen Temperaturverlaufs – der Energie- oder Stromverbrauch über den gesamten Tag minimiert wird. Analog wie die prudsys RDE den Umsatz oder Ertrag im Handel über alle Schritte der Nutzerinteraktion hinweg optimiert, handelt somit der XELOPRO bei der Eigenverbrauchsoptimierung: Die Zielgröße ist hier der Energie- oder Stromverbrauch, die Transaktionen sind die Messwerte zu verschiedenen Zeitpunkten des Tages und die Aktionen die Steuerung der einzelnen Geräte.

Was geht noch?

Neben Smart Home gibt es natürlich zahlreiche weitere wie Industrie, Medizin, Logistik etc. Interessant ist zum Beispiel die Konsumgüterindustrie. Spielzeuge passen sich automatisch an die Gewohnheiten der Kinder an. Spiele adaptieren sich an ihre Spieler. Speiseeismaschinen lernen automatisch die Vorlieben ihrer Nutzer unter Optimierung der Kalorien. Lautsprecher verstehen zunehmend gewünschte Lautstärke und Bässe usw.

Möchten  Sie sich von den Vorteilen der neuen Echtzeitwelt überzeugen? Wir beraten Sie gern. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin!

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