prudsys personalization summit 2017 – Der Weg ins Herz des Kunden führt über Big Data

prudsys personalization summit 2017: Konferenz für Omnichannel-Personalisierung im Handel

„Der Kunde ist König – das war er schon immer. Nur heute möchte er auch so behandelt werden“, konstatiert Karl-Heinz Land, Keynote-Speaker auf dem prudsys personalization summit 2017 in Berlin. Die Message des digitalen Darwinisten und Evangelisten Land an die anwesenden Vertreter der Handelsbranche ist so hart wie unmissverständlich: Kunden wollen den besten Service, jederzeit, an jedem Ort und über den richtigen Kanal. Wer das nicht schafft, hat den Kampf bereits verloren. Vor diesem Hintergrund diskutierten am 27. und 28. Juni Handelsexperten, Dienstleister und Händler aus ganz Europa zwei Tage lang darüber, wie man durch die gekonnte Personalisierung aller Touchpoints die Kunden langfristig bindet und sich gegen Branchengrößen wie Amazon am Markt behauptet. Darunter befanden sich Vertreter von Handelsunternehmen wie Media-Saturn, Thalia, Obi, Billa, Peek & Cloppenburg, n11 oder Würth. Die intelligente Nutzung von Daten nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

Zahlen & Fakten zum prudsys personalization summit 2017

Eckdaten zum prudsys personalization summit 2017: Konferenz für Omnichannel-Personalisierung im Handel

Der prudsys personalization summit ging letzte Woche mit einem neuen Besucherrekord und einer Weiterempfehlungsquote von 97 Prozent zu Ende. Neben einem hochkarätigen Vortragsprogramm bot die Konferenz den Rahmen für die Verleihung des Personalization Award 2017. Die Wahl der Jury fiel in diesem Jahr auf den Buchhändler Thalia. Einen festen Platz im Programm nimmt zudem seit jeher die Prämierung der besten studentischen Teams des DATA-MINING-CUP ein. Das Siegerteam 2017 kommt aus der Schweiz, genauer gesagt von der École polytechnique fédérale de Lausanne. Das vielseitige Rahmenprogramm, mit Bootstour, Kicker-Turnier und der beliebten Get-Toghether-Party bot zudem viel Raum zum angeregten Austausch in entspannter Atmosphäre.

Einen schönen visuellen Eindruck vom prudsys personalization summit 2017 vermittelt Ihnen unser einminütiges Aftermovie:

 

Digitalisierung und Personalisierung sind Schlüssel zum Erfolg

Der Eingangs zitierte Karl-Heinz Land veranschaulichte in seiner Keynote deutlich, wie sehr sich die Wertschöpfung in den letzten Jahren verändert hat. Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Statt Briefen schreiben wir E-Mails oder nutzen Messenger-Dienste. Anstatt in die Videothek oder ins Kino zu gehen, streamen wir Filme über Netflix. Statt CDs zu kaufen, hören wir unsere Lieblingssongs über Spotify. Zeitgemäße Geschäftsmodelle benötigen daher eine digitale Strategie. Das gilt natürlich auch für den Handel.

Wie dies gelingen kann, veranschaulichte der Praxisvortrag von Sven Klenner, Director Sales eCommerce & Marketing bei Thalia. Er sprach über die Personalisierung sämtlicher Interaktionskanäle beim führenden deutschen Buchhändler. Eine der größten Erfolgsgeschichten ist dabei die Entwicklung des eBook Readers tolino. Die sogenannte Tolino-Allianz, u.a. bestehend aus Hugendubel, Thalia, Weltbild und der Telekom, hatte die Zeichen der Zeit früh erkannt: das Lesen spielt sich zunehmend auf digitalen Geräten ab. Während Händler überall in Europa dem Kindle von Amazon komplett das Feld überließen, trotzte die Tolino-Allianz dem amerikanischen Handelsriesen 50 Prozent des eBook-Marktes in der DACH-Region ab. Ein echter Erfolg!

Die Geschichte verdeutlicht aber eine weitere Herausforderung der digitalen Transformation: Händler haben keine Zeit! Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Wer nicht schnell genug reagiert, verliert Marktanteile. Sind diese erst einmal unter den Top-Akteuren verteilt, wird es schwer bis unmöglich, wieder zurück ins Spiel zu kommen.

Ein digitales Angebot allein reicht allerdings nicht aus. Die Kunden wollen heute den besten Service, die perfekte Empfehlung – und das an allen Touchpoints. Wer seine Kunden an sich binden will, muss ihnen zu jeder Zeit ein komfortables und vor allem persönliches Einkaufserlebnis bieten. Die Konkurrenz ist schließlich nur einen Klick weit entfernt. Um das leisten zu können, brauchen Händler aber Daten. Daten, von denen sie heute vielleicht noch gar nicht wissen, wozu sie diese in zwei Jahren benötigen. Handelsexperte und etailment Redaktionsleiter Olaf Kolbrück ist der Ansicht, dass im Bereich Machine Learning noch großes Potential schlummert. Er denkt dabei z.B. an die Prognose von Kaufentscheidungen, die zeitlich weit über die unmittelbare Session hinausgehen, die Vorhersage von Mode-Trends oder die Optimierung der Warendisposition. „Da liegt die künstliche Intelligenz noch in der Wiege“, so Kolbrück im Interview beim prudsys personalization summit 2017.
Es gilt also, Omnichannel-Personalisierung ins Zentrum einer jeden Digitalisierungsstrategie zu rücken. Andernfalls verliert man nur wertvolle Zeit gegenüber dem Wettbewerb.

Weitere Key Learnings

  • In einem waren sich alle Speaker – von Thalia über Sanicare bis hin zu Westfalia – einig: Nach eingehenden A/B-Tests setzte sich bei allen Händlern die Erkenntnis durch, dass personalisierte Empfehlungen besser funktionieren, als andere Empfehlungstypen. Je persönlicher der Service, desto besser die Kundenbindung und umso höher der Umsatz.
  • Mathias Schwenck, Fachbereichsleiter IT und BI bei 1-2-3.tv, unterstrich in seinem Vortrag, was offenbar allen Anwesenden bereits bewusst zu sein schien: Dynamic Pricing ist heute schon eine Pflichtübung. Niemand kann hunderttausende von Artikeln im Blick behalten und deren Preise manuell in Echtzeit an sich ständig ändernde Rahmenbedingungen anpassen. Dazu gehören neben Angebot und Nachfrage auch das Wetter, Verfallsdaten und die (regionale) Markenstärke des Händlers.
  • Der Einsatz künstlicher Intelligenz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor im Handel. Alle großen Unternehmen wie Amazon setzen verstärkt auf diese Technologie und beschäftigen Tausende Experten, um immer neue Anwendungsfälle zu entwickeln. Da die Innovationszyklen wie schon gesagt immer kürzer werden, bietet sich eine Best-of-Breed-Strategie für all diejenigen Händler an, die weder die Zeit noch das Personal haben, um in eine eigene KI-Entwicklung zu investieren.

Die prudsys RDE 4.0 – Rollout ab September 2017

Für alle, die sich bereits für die prudsys Realtime Decisioning Engine (kurz: prudsys RDE) entschieden haben, gab es in Berlin tolle Neuigkeiten. Das neue Release wird ab September ausgerollt. Die Konferenzteilnehmer durften während der Präsentation meiner Kollegen Michael Opel und Benny Liebold bereits einen Blick auf die prudsys RDE 4.0 werfen. Die neue web-basierte Oberfläche besticht neben einem übersichtlichen Dashboard und umfangreichen Statistiken vor allem durch eine sehr praktische Kampagnensteuerung. Wer nicht beim prudsys personalization summit 2017 dabei war, kann sich mit diesen Screenshots einen ersten Eindruck verschaffen.

Save the date – prudsys personalization summit 2018

Nach dem Summit ist vor dem Summit. Der Termin für den #pps18 steht bereits fest. Tragen Sie sich daher den 26. und 27. Juni 2018 also gerne schon in Ihren Kalender ein. Nach dem positiven Feedback gastieren wir wieder im nhow Hotel Berlin – direkt am Ufer der Spree mit Blick auf die Oberbaumbrücke. Zum Schluss gibt es noch ein paar Impressionen vom prudsys personalization summit 2017. Ich freue mich bereits auf das nächste Jahr. Bis dahin – wir sehen uns 2018 in Berlin.


Welches Key Learning haben Sie vom prudsys personalization summit 2017 mit nach Hause genommen? Ist Ihnen auch ein prägnanter Satz im Kopf geblieben? Dann freuen wir uns über Ihren Kommentar.

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