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Gute Personalisierung funktioniert nur mit qualitativ hochwertigen Daten. Das Sammeln der notwendigen Tracking-Informationen, wie beispielsweise Klicks oder Suchanfragen, wird jedoch immer mehr zur Herausforderung. Voraussichtlich ab Juli will Firefox alle Tracker von Drittanbietern in seinem Browser standardmäßig blockieren, um die Privatsphäre der Internetnutzer noch besser zu schützen. Auch Safari hat Third-Party-Cookies bereits seit Version 11 standardmäßig unterbunden und Google Chrome kündigte Anfang Mai einen besseren Tracking-Schutz durch eine transparentere Cookie-Verwaltung an. Was für den privaten Internetnutzer auf den ersten Blick positiv klingt, lässt Sie als Händler im schlimmsten Fall im Dunkeln tappen. Denn ohne Daten über das Nutzerverhalten der Kunden können Sie keine relevanten, d.h. personalisierten Produktempfehlungen ausspielen.

Wenn „Streng“ bei Firefox zum Standard wird

Wollten Firefox-Nutzer das Tracking durch Drittanbieter unterbinden, mussten sie bisher selbst aktiv werden. Um alle Tracking-Elemente zu blockieren, müssen die Sicherheitseinstellungen des Browsers auf „Streng“ gesetzt werden. Standardmäßig werden Tools zur Aktivitätenverfolgung aktuell nur in privaten Fenstern geblockt (bei etwa sieben Prozent aller Websessions). Dies soll sich im Sommer ändern, indem die Aktivierung des Trackingschutzes standardmäßig voreingestellt sein wird. Mozilla führt das Feature voraussichtlich mit der Version 68 ein, deren Veröffentlichung derzeit für den 9. Juli 2019 geplant ist. Und welcher Nutzer wird diese Einstellung manuell ändern?

Übrigens: Laut statista.com verwendeten im März 2019 rund 34 Prozent der Nutzer in Deutschland Firefox oder Safari zum Surfen am PC. Ein Drittel der Transaktionsdaten könnte durch den verschärften Tracking-Schutz also verloren gehen. Wie können Sie als Händler bei der Wahl Ihrer Tracking-Lösung das Problem umgehen?

Client- oder serverseitiges Tracking?

Grundsätzlich lässt sich zwischen client- und serverseitigem Tracking unterscheiden. Die gewünschten Daten werden entweder im Browser des Benutzers (Client) oder vom dahinterstehenden Webserver gesammelt.

Obwohl die Implementierung des clientseitigen Trackings zunächst einfacher umzusetzen ist, ergibt sich ein großer Nachteil: Durch Tools wie AdBlock, Ghostery oder die Privatsphäre-Einstellungen ihres Browsers ist es für User ein Leichtes, Webanalyse-Tools zu identifizieren und zu blockieren. Beim serverseitigen Tracking kommuniziert der Server der Website hingegen direkt mit den Servern des Analyse-Tools, was ein Blockieren des Trackings für den Nutzer unmöglich macht und Ihnen eine individuelle Personalisierung ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil: Neben der genaueren Datenerhebung gibt es speziell beim Thema Omnichannel-Personalisierung Interaktionen, die ausschließlich über ein serverseitiges Tracking gemessen werden können, beispielsweise ein auf der Website oder im Newsletter ausgespielter Rabatt-Coupon, der anschließend im Geschäft eingelöst wird. Beim serverseitigen Tracking kann das Warenwirtschaftssystem diese Interaktion an das Analyse-Tool senden. Somit können sowohl Views und Klicks, als auch tatsächliche Käufe Ihrer Kampagne gemessen werden.

Persönliche Empfehlungen trotz Trackingschutz

Während viele Anbieter intelligenter Personalisierungslösungen clientbasiertes Tracking nutzen, setzt prudsys bevorzugt auf die serverseitige Implementierung, um Daten wie Klicks oder Käufe zu sammeln. So gehen keine Kunden-Informationen verloren und die prudsys Personalisierungslösung ist nach wie vor in der Lage, persönliche Empfehlungen aufgrund historischer und aktueller Transaktionsdaten in Echtzeit auszuspielen. Damit Ihre Kunden statt allgemeiner Kategorien wie „Topseller“ auch in Zukunft echte persönliche Produktempfehlungen sehen, sollten Sie rechtzeitig prüfen, ob Ihre Tracking- und Personalisierungslösung auch dann noch funktioniert, wenn die Browseranbieter die strengeren Einstellungen als Standard einführen.

 

Was bringt Personalisierung?

Personalisierte Angebote sind eine Win-Win-Situation für Händler und Kunden. Relevante Produktempfehlungen und individuelle Kaufanreize führen beim Kunden zu einem positiven Einkaufserlebnis. Neben der Verbesserung der Kundenbindung können Sie durch Personalisierung gleichzeitig Ihren Absatz, Umsatz oder Ertrag optimieren.
Um jedem Kunden das perfekte Angebot, zum idealen Zeitpunkt und über den richtigen Kanal anzubieten, nutzt die prudsys Personalisierungslösung neben der Kaufhistorie vor allem aktuelle Transaktionen. Mithilfe von Echtzeit-Daten wie Klicks, Suchanfragen oder Warenkörben kann sie auf Basis Künstlicher Intelligenz die individuellen Präferenzen erkennen und passende Empfehlungen ausspielen. Trifft der Algorithmus mit seinem Vorschlag ins Schwarze, lernt er automatisch dazu. Das ist allerdings nur möglich, wenn die entsprechenden Tracking-Daten verfügbar sind.