Ideen für Personalisierung im Onlineshop, GK Software SE

Wann geraten Sie während eines Besuchs im Onlineshop in Shoppinglaune? Unter welchen Bedingungen haben Sie das Gefühl, unbedingt noch weiterstöbern zu wollen? Ich persönlich fühle mich besonders gut aufgehoben, wenn ich Produkte sehe, die zu meinen Vorstellungen gut passen und meinen Geschmack treffen. Wie mir geht es dem Großteil der Online-Kunden. Intelligente Personalisierung im Onlineshop ist ein entscheidender Faktor, um Besuchern ein tolles Shopping-Erlebnis zu bieten. Dass dieses positive Shopping-Erlebnis auch Onlinehändlern hilft, Kundenbindung und Umsätze zu steigern sowie Retouren langfristig zu senken, wurde regelmäßig in Studien zu diesem Thema belegt1.

Dabei finden Onlineshops immer neue Wege und Ideen, um ihre Besucher zu begeistern und zu binden. Da mittlerweile fast 70% der Online-Shopper2 auch über das Smartphone einkaufen, ist die optimale Positionierung der Produkte auf dem eher kleinen Screen wichtiger denn je. Genau das leistet Personalisierung: das Ausspielen der „richtigen“ Produkte, zugeschnitten auf die Präferenzen des Menschen, der das Smartphone in der Hand hält.

Waren es in den Jahren nach der Jahrtausendwende einfache Algorithmen, die Empfehlungen à la „Kunden, die dieses Produkt kauften, kaufen auch diese Produkte“ umsetzten, wurden mit der Zeit immer mehr Flächen auf verschiedene Weise in Onlineshop, Newsletter oder App personalisiert. Mittlerweile interagieren intelligente Systeme in Echtzeit mit jedem einzelnen Kunden und zeigen anhand des Klickverhaltens in Sekundenschnelle passende Produkte und Inhalte.

Nachfolgend lesen Sie fünf Ideen für intelligente Personalisierung im Onlineshop, mit denen Sie Ihre Kunden begeistern und Ihre Umsätze ankurbeln:

1. Erfolgsfaktor Image Similarity: Setzen Sie auf Personalisierung im Onlineshop auf Basis von Bildähnlichkeiten

Oft kommt es vor, dass ein Produkt im Onlineshop gefällt, aber doch noch nicht zu 100%. Infolgedessen sucht der Kunde nach einem Produkt, das dem angezeigten Artikel „irgendwie“ ähnlich sieht. Diesen Wunsch können Produktempfehlungen auf Basis von Bildähnlichkeiten erfüllen. KI-Algorithmen analysieren alle Produktbilder und erkennen bspw. gleiche Formen und Farben. So erhält der Kunde Produktempfehlungen, die dem Ausgangsprodukt optisch ähneln. Schaut er eine grüne Armbanduhr an, erhält er dazu Empfehlungen für Armbanduhren, die ähnlich in punkto Form, Design oder Farbe aussehen. Die Empfehlungen auf Basis von Bildähnlichkeiten können zudem auf Basis von Informationen in den Produktstammdaten gefiltert werden, zum Beispiel, dass nur Produkte aus einer bestimmten Kategorie oder einer bestimmten Marke empfohlen werden.

Image Similarity, Bildähnlichkeiten. Personalisierung, prudsys

Produktempfehlungen auf Basis von Bildähnlichkeiten

2. Richten Sie Produktempfehlungen an Ihren KPIs aus und verringern Sie die Zahl der Warenkorbabbrecher

Gute Personalisierung unterstützt Sie dabei, Ihre Erfolgskennzahlen zu erreichen. Ein effektives Feature dafür ist das Koppeln von Produktempfehlungen an den Preis. Möchten Sie beispielsweise den Warenkorbwert steigern, legen Sie in Abhängigkeit vom Ausgangsprodukt den entsprechenden Mindestpreis der Produktempfehlungen fest. So könnten Sie bestimmen, dass die Produktempfehlungen maximal 5 % günstiger und maximal 40% teurer sein dürfen, als das angezeigte Produkt.  Oder Sie stellen über die Personalisierungslösung ein, dass nur Artikel empfohlen werden, die in einer bestimmten Preisspanne liegen.

Produktempfehlungen gekoppelt an Preis, prudsys, GK Software SE

Produktempfehlungen innerhalb einer Preisrange

Ein anderes Beispiel: Sie möchten mit einem „Tagesdeal“ Ihren Umsatz steigern. Damit möglichst viele Shopbesucher den Tagesdeal kaufen, richten Sie diesen am besten nach den Präferenzen der Kunden aus. Wenn Sie den Kunden einen Artikel aus seiner Lieblingskategorie oder ein optisch ähnliches Produkt zum gerade angeschauten Produkt als Tagesdeal anzeigen, ist die Wahrscheinlichkeit höher dass sie sich dafür interessieren, als bei einem „globalen Tagesdeal“.

Ein weiteres Szenario: Wie hoch ist die Zahl Ihrer Warenkorbabbrecher? Die Zahl der Menschen, die ihren begonnenen Einkauf nicht zu Ende führen, ist nach wie vor hoch. Die Zahl variiert nach Branche und Unternehmen. Das Web-UX-Institute Baymard4 geht von durchschnittlich 70% geht aus. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Möglichkeit, die Zahl Ihrer Warenkorbabbrecher zu reduzieren, bietet das Ausspielen von Incentives. Wurde beispielsweise ein gewisses Zeitfenster (oder andere von Ihnen definierte Kriterien) für den Abschluss des Einkaufes überschritten, kann eine intelligente Personalisierungslösung einen Rabatt oder auch Versandkostenfreiheit für den Abschluss des Warenkorbes einblenden.

3. Fördern Sie Ihr Cross-Selling durch dynamische Empfehlungsboxen und Gamification-Effekt

Machen Sie Ihr Kunden auf weitere Themen und Produktkategorien in Ihrem Onlineshop aufmerksam! Ein Großteil der Kunden bewegt sich nur innerhalb ihrer Lieblingskategorien. Inspirieren Sie diese Kunden durch die Anzeige weiterer Produktsortimente und heben Sie so verdeckte Umsatzpotentiale.

Gelingen kann das beispielsweise durch die Anzeige von dynamischen Empfehlungsboxen. Kunden mögen es, wenn sie selbst bestimmen können, was sie sehen. So könnten Sie beispielsweise Empfehlungsboxen einbinden, in denen der Kunde seine Lieblingskategorie selbst anklicken kann und daraufhin persönliche Produktempfehlungen aus dieser Kategorie sieht. So kann der Kunde einerseits selbst bestimmen, was er sieht. Andererseits kann er mit nur einem Klick in der Empfehlungsbox mehr vom Gesamtsortiment entdecken. Zudem erhält die Personalisierungssoftware durch die erhöhte Interaktion mit dem Kunden weitere Informationen für eine zielgerichtete Personalisierung. Ein weiterer schöner Nebeneffekt: Sie sparen Platz durch die komprimierte Anzeige der Empfehlungen und können diesen für weitere personalisierte Flächen (Stichwort „Tagesdeal“ oder „Produkt-Bundles“) nutzen.

Ein weiteres Feature für Ihre Kunden: Bieten Sie spielfreudigen Besuchern einen Anreiz. Machen Sie sie neugierig, indem Sie eine verdeckte, persönliche Empfehlung als „geheimes“ Lieblingsprodukt darstellen. Der Kunde kann durch einen Klick das verdeckte personalisierte Produkt tatsächlich ansehen.

4. Erreichen Sie einen hohen Personalisierungsgrad durch den Einsatz einer digitalen Kundenkarte

Die gute alte Kundenkarte hat längst nicht ausgedient. Die digitale Kundenkarte in Form eines Kundenprofils im Member-Bereich eines Onlineshops oder direkt in der App ist nach wie vor ein beliebtes Kundenbindungsinstrument. Sie ist in der Lage, die personalisierte Kundenansprache auf ein neues Level zu heben. Durch die Vielzahl an Informationen, die eine Personalisierungssoftware durch die Interaktion des Kunden z.B. in einer App erhält, können sehr passgenaue Produktempfehlungen berechnet werden.
Online-Kunden sind oft dazu bereit, ihre Interessen und Präferenzen mitzuteilen, wenn sie dadurch bessere Empfehlungen oder auf sie zugeschnittene Deals erhalten. Kunden wollen mittlerweile an Personalisierung selbst mitwirken3. Kundenprofile im Fashionhandel umfassen beispielsweise Informationen zu Kleidungsstil, bevorzugter Passform oder Lieblingsfarben. Im Beautysegment können Informationen über Hauttyp, Augenfarbe oder Lieblingsfarben vermerkt werden. Durch die auf Ihr Produktsegment gemünzten Zusatzinformationen können Sie die Empfehlungsqualität weiter erhöhen, die Zufriedenheit Ihrer Kunden steigern und letztendlich mehr Umsatz generieren. Zudem können sie diese Kunden-Informationen sehr gut für die Personalisierung in weiteren Kundenkanälen wie Newsletter oder Onlineshop nutzen.

5. Steigern Sie den Warenkorbwert durch die intelligente Kopplung von Kategorien

Wenn sich Onlineshop-Kunden auf die Suche nach Geschenken begeben, sind Inspirationen hilfreich. Ein Beispiel hierfür ist die Suche nach passenden Geburtstagsgeschenken für ein Kind. Der Shop-Besucher sucht zum Beispiel ein Kleidungsstück in einer bestimmten Größe aus. Wie praktisch wäre es, passend zur angeschauten Hose Empfehlungen für Spielzeug zu erhalten, das in etwa dem Alter des Kindes entspricht? Das könnte durch die Kopplung der der Unterkategorie Kleidergröße aus der Kategorie Bekleidung mit der Unterkategorie Spielzeug für eine bestimmte Altersstufe aus der Kategorie Spielzeug erreicht werden. Oder Sie schließen anhand der letzten Einkäufe auf das Alter des Kindes. Auf Basis des Alters generieren Sie im regelmäßigen Newsletter Produktvorschläge, die mit dem Alter des Kindes „mitwachsen“.

Testen Sie aus, welche Form der personalisierten Kundenansprache in Ihrem Onlineshop am besten funktioniert.
Sie möchten einen dieser Use Cases umsetzen oder haben ganz eigene Ideen für spannende Szenarien in punkto Personalisierung? Sprechen Sie mit unseren Personalisierung-Profis, die schon viele Projekte bei unterschiedlichen Kunden erfolgreich umgesetzt haben. Vereinbaren Sie hier Ihren Termin.


  1. Evergage: “2019 Trends in Personalization”, unter:
    https://www.evergage.com/wp-content/uploads/2019/04/2019_Trends_in_Personalization_Report.pdf (abgerufen am 29.01.2021)
  2. Der Bank Blog: „Studie Paypal – Mehrheit der Deutschen shoppt und zahlt mobil“, unter: https://www.der-bank-blog.de/mcommerce-deutschland/studien/37663510 (abgerufen am 22.01.2021)
  3. IDG ChannelPartner: „Kunden wollen an Personalisierung teilhaben“, unter: https://www.channelpartner.de/a/kunden-wollen-an-personalisierung-teilhaben,3334612#:~:text=Doch%20Studien%20zeigen%2C%20dass%20der,kann%20als%20f%C3%BCr%20die%20Firmen.&text=Unternehmen%20verstehen%20unter%20%22Personalisierung%22%20relevante%20Inhalte%20und%20eine%20pers%C3%B6nliche%20Ansprache.&text=sich%20an%20Kaufentscheidungen%20des%20Kunden,relevante%20Angebote%20machen (abgerufen am 27.01.2021)
  4. Web-UX-Institute Baymard: „44 Cart Abandomnment Rate Statistics”, unter, https://baymard.com/lists/cart-abandonment-rate (abgerufen am 12.01.2021)