Mobile Commerce – Das schöne Einkaufserlebnis für unterwegs

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Die zunehmende Digitalisierung des Handels, die mobile Vernetzung der Kunden und die kontinuierlich steigenden Umsatzanteile zeigen sehr deutlich, dass der Mobile Commerce (M-Commerce) ein entscheidender Erfolgsfaktor im Onlinehandel ist. Aktuell steigt der über Mobile generierte Umsatz jährlich um einen zweistelligen Prozentsatz und bereits mehr als die Hälfte der Zeit auf E-Commerce-Seiten verbringen Kunden mit ihrem mobilen Endgerät – Tendenz steigend. Um Kundenbindung und Ertrag über alle Verkaufskanäle optimal ausschöpfen zu können, müssen mobile Aktivitäten ganzeinheitlich in die digitale Omnichannel-Strategie integriert werden.

„Mobile First“ lautet das Gebot der Stunde

Herausforderung bei der der Entwicklung und Optimierung von mobilen Services ist es, den Informations- und Kaufbedürfnissen des Kunden auf mobilen Endgeräten gerecht zu werden und ihm ein individuelles und einfaches Shoppingerlebnis zu bieten. Die Ausgangssituation ist klar: Niemand möchte mit eingeschränkter Bildschirmgröße durch lange Produktlisten scrollen und mit limitierter Bandbreite lange Ladezeiten beim Surfen in Kauf nehmen. Die mobil-optimierte Gestaltung des Onlineshops geht unmittelbar mit der Vereinfachung von visuellen Seitenelementen, -inhalten und der Seitenstruktur einher, da das Design nach dem Öffnen einer mobilen Seite erfahrungsgemäß die größte Aufmerksamkeit erhält. Für ein positives Nutzungserlebnis ist vor allem die mobil-optimierte Darstellung von Buttons, Produktbildern, -informationen und Produktempfehlungen unerlässlich. Oftmals lassen Händler designrelevante Aspekte total außer Acht und bauen ihren mobilen Onlineshop analog zum Webshop auf. Aus diesem Grund hat sich der sogenannte „Mobile-First“-Ansatz, dessen Fokus auf Navigation, Performance und relevanten Inhalten liegt, bereits in vielen Unternehmensprozessen etabliert. Mobile-First-Strategien, wie beispielsweise Responsive Webdesign, stellen mobile Seiten und Applikationen ins Zentrum der Entwicklung und berücksichtigen erst in nachfolgenden Schritten die Optimierung für größere Screen-Formate. Der Zwang zur Reduktion bei der Entwicklung für kleinere Screens resultiert in einer besseren Strukturierung der Informationen. Mobile Informationsangebote sind grundsätzlich fokussierter und besser an die Bedürfnisse der Kunden angepasst und darüber hinaus performanter, da weniger Daten geladen werden müssen. Schlussendlich führt die eigentliche Einschränkung zu einer Verbesserung der Qualität und wirkt sich positiv auf die Usability des mobilen Services aus. Die Adaption der angebotenen Produkte in die mobile Oberfläche muss dezidiert betrachtet und konzipiert werden, um den sich schnell ändernden Anforderungen des Kunden nachzukommen. In diesem Kontext muss vor allem bei Produkt- und Content- Empfehlungen darauf geachtet werden, dass diese prominent platziert und mobil-optimiert dargestellt werden.

Personalisierte Inhalte als Erfolgsgarant

Neben mobil-optimiertem Design und Bedienbarkeit, ist insbesondere die Relevanz der Inhalte von entscheidender Bedeutung, um das Potential von Mobile als direkten Kanal zum Kunden voll auszuschöpfen. Der mobile Kunde ist im wahrsten Sinne des Wortes „unterwegs“, weshalb in diesem Nutzungskontext alle Funktionen des Shops einfach und intuitiv bedienbar sein müssen. Um diesem Aspekt der Mobile Usability optimal zu begegnen, müssen Produkte effizient und schnell vom Kunden gefunden werden können. Folglich muss der mobile Shop so konzipiert sein, dass zielgruppenübergreifend Inhalte angezeigt werden, die die größte Relevanz für den einzelnen Kunden haben. Individuelle Empfehlungen haben zusätzlich einen positiven Effekt auf die Usability des mobilen Angebots, da dem Nutzer implizit die Navigation und Suche nach Produkten erleichtert wird, die seinem Interesse entsprechen. In der Praxis lassen sich viele positive Beispiele für eine erfolgreich umgesetzte Mobile Usability finden. Im Bereich Mode & Fashion setzen die mobilen Onlineshops von Esprit und FashionID auf ein konsequent mobil-optimiertes Design. Mit Fokus auf Suchfunktion, intuitiver Navigation, prominenter Platzierung von Produktempfehlung und schnellen Ladezeiten bieten beide Shops ein gelungenes Shoppingerlebnis für ihre mobilen Kunden.

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Fazit: Das Smartphone avanciert zum First Screen

Die Digitalisierung des Handels über mobile Endgeräte ist ein unaufhaltsamer Trend, der die ganzeinheitliche Betrachtung des Mobile Commerce im Omnichannel-Kontext obligatorisch macht. Mobile Endgeräte haben bereits die Position als First Screen erobert und spielen eine zentrale Rolle für die Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen in allen Geschäftsmodellen. Händler sind jetzt gefordert, den sich schnell ändernden Anforderungen ihrer Kunden nachzukommen und den Informations- und Kaufprozess auf mobilen Endgeräten nachhaltig zu optimieren. Welche Strategien und Maßnahmen sich langfristig durchsetzen werden, bleibt offen. Fakt ist, wer Smartphones und Tablets bis dato noch nicht als vollwertiges Kaufinstrument im E-Commerce erkannt hat, der muss jetzt handeln, um in der anhaltenden mobilen Revolution langfristig erfolgreich zu sein.

 

Weiterführende Links:

„Unsere Empfehlungen für Sie“: Personalisierung im Webshop

Personalisierung als Usability Boost

Customer Experience: Die neue Arena im Kampf um den Kunden

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