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Mit Personalisierung im Weihnachtsgeschäft punkten: Fünf Tipps für Ihr Umsatzplus

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Jedes Jahr aufs Neue: In der Weihnachtszeit startet der Run auf die Geschenke für Familie und Freunde. Auch in diesem Jahr kursieren wieder einige Prognosen zur Kaufkraft der Deutschen. Laut einer Studie des Gutscheinportals deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research soll der Weihnachtsumsatz in diesem Jahr um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen. Dabei ist die Tendenz erkennbar, dass der Umsatz im stationären Handel leicht zurück geht, im E-Commerce soll der Umsatz jedoch erneut wachsen, um satte 21,5%. Die Devices Smartphone und Tablet legen besonders zu: um ganze 401% soll der Einkauf über die handlichen Geräte im Vergleich zum Vorjahr steigen.

Genug Zahlen – wie profitiere ich als Händler, online sowie im Filialgeschäft, von dieser Entwicklung und schöpfe das Umsatzpotenzial optimal aus? Zahlreiche Faktoren wie Design, Usability, Zahlungsmöglichkeiten und Lieferzeit spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Für den Großteil der Onlineshopper gehört ein reibungsloser Ablauf hinsichtlich dieser Kriterien zum Standard. Doch was kann den Kunden on top geboten werden, damit sie umfangreich einkaufen, und dies nach Möglichkeit nicht nur einmalig? Eines der wichtigsten Buzzwords in diesem Jahr ist das Thema „Me-Commerce“, also die kundenindividuelle, persönliche Ansprache der Kunden im Onlinezeitalter. Dass das Thema auch direkt beim Verbraucher schon angekommen ist, belegt die Studie von Fittkau und Maaß zum Thema Akzeptanz von personalisierten Webshops.

Mittlerweile werden zahlreiche Formen der Personalisierung von Unternehmen realisiert, um den Kunden ein individuelles Einkaufserlebnis zu bieten. Mit Personalisierung im Weihnachtsgeschäft punkten – die meiner Meinung nach wichtigsten Einsatzformen hier im Überblick:

Produktempfehlungen

Produktempfehlungen können in verschiedenen Varianten im Onlineshop und Newsletter eingesetzt werden. Neben Anordnung und Design sollte sich der Shopbetreiber grundsätzliche Fragen stellen, z.B. auf welchen Seiten die Produktempfehlungen zu sehen sein sollen (Startseite, Produktdetailseite, Warenkorblayer etc.) und vor allem, welche Empfehlungstypen genutzt werden sollen. Hier gibt es zahlreiche Varianten und Möglichkeiten: Topseller, individuell auf das Klickverhalten des Users abgestimmt Empfehlungen, Kategorie-Empfehlungen auf Basis der Lieblingskategorien oder Empfehlungen auf Grundlage der Transaktionshistorie sind nur einige Beispiele der mittlerweile zahlreichen Empfehlungsarten.

Individualisierte Shopdesigns

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden – so auch beim Shopdesign, Ein individuell auf die Bedürfnisse des Onlineshoppers zugeschnittenes Shopdesign erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Kaufes. Auf der Basis von Daten einer Session des Kunden können passende Shopdesigns dynamisch ausgespielt werden, die einen hohen Einkaufswert versprechen.

Individuelle Incentives zur Vorbeugung von Retouren oder Warenkorbabbrüchen

Mit innovativen Scoring-Verfahren kann die Retouren-Wahrscheinlichkeit eines Online-Shoppers automatisiert berechnet und minimiert werden. Hier werden dem User gezielt personalisierte Incentives ausgespielt, um die Retourenquote zu senken. Zum Beispiel die Anzeige eines Größenberaters für Shopper, die sich den identischen Artikel in verschiedenen Größen in den Warenkorb gepackt haben und eine Rücksendung wahrscheinlich ist. Auch werden identifizierte Rückversender häufig davon abgehalten, sich unnötig viele Produkte in den Warenkorb zu legen, wenn bestimmte Zahlungsoptionen ausgeschlossen werden. Als weiteren positiven Anreiz kann man potentiellen Warenkorbabbrechern auch einen personalisierten Rabattcoupon ausspielen, wenn sie ihre Bestellung innerhalb der nächsten halben Stunde abschließen.

Personalisierte Suchergebnisse

Eine personalisierte Suche kombiniert klassische Such-Funktionalitäten und Hochleistungsverfahren für personalisierte Suchergebnisse, wie sie auch bei personalisierten Produktempfehlungen eingesetzt werden. Die Suchergebnisse werden dabei transaktionsbasiert auf das entsprechende Besucherprofil zugeschnitten und umsatzorientiert ausgespielt, was zu einem deutlichen Uplift führt.

Personalisierte Angebote im Filialgeschäft

Auch der stationären Handel setzt verstärkt auf kundenindividuelle Angebote. So erhalten Kunden z.B. iCoupons auf ihr Handy inkl. Rabatten, basierend auf bisherigen Käufen. Neue Technologien wie Bluetooth Beacons ermöglichen weitere Anwendungsszenarien: personalisierte Schaufensterdisplays, Instore Navigation als schnellster Weg zum gewünschten Produkt, zusätzliche Informationen (z.B. Nutzer-Rezensionen, Videos) zum gerade angeschauten Produkt oder lokalbezogene Rabatte auf das Kunden-Smartphone für das aktuelle Lieblingsprodukt: neue, innovative Einsatz-Szenarien für eine personalisierte Kundenansprache im Filialgeschäft führen zu einem echten Mehrwert für Händler und Kunden.

Die Einsatzmöglichkeiten von Personalisierung sind mittlerweile breit gefächert. Was letztendlich die ideale Lösung für den einzelnen Händler bedeutet, erfordert eine individuelle Beratung unter Berücksichtigung aller technischen Prämissen. Für ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft (und darüber hinaus) wünschen wir innovative Ideen und genug Zeit, selbst die passenden Geschenke für die Liebsten zu finden.

Autorin: Denise Seifert | prudsys AG

 

Weiterführender Beitrag:

Das Weihnachtsgeschäft kommt – Last Minute Tipps für den E- Commerce

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