Intelligente Preisoptimierung: Kreuzpreis-Elastizitaet bei Produktalternativen mit KI-basierten Pricing-Lösungen von prudsys

Stellen Sie sich vor, Sie sehen kurz vor dem Wochenende im Supermarkt leckere Erdbeeren in einer Holzstiege. Sie sind reif, prall, frisch und ohne Druckstellen. Drei Kilogramm zum unschlagbaren Preis. Wäre nicht eine frische, kühle Erdbeertorte, vielleicht auch mit Sahne, eine tolle Idee fürs Wochenende? Gesagt, getan. Sie kaufen Erdbeeren, Tortenboden und Sahne – auch wenn sie die nicht auf Ihrem Einkaufszettel hatten.

Das ist ein sehr schönes Beispiel, um den etwas sperrigen Begriff der Kreuzpreiselastizität zu erklären. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert sie als „Maß für die prozentuale Absatzänderung eines Gutes im Falle der Preisänderung eines anderen Gutes.“ Sie gibt also an, wie sich die Preisänderung eines Artikels (Erdbeeren), auf den Absatz eines anderen Artikels (Sahne und/oder Tortenboden) auswirkt.

In unserem Beispiel sind Sahne und Tortenboden Komplementärprodukte, die im Zusammenhang mit den Erdbeeren stehen. Bei Komplementärgütern ist die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage negativ – sinkt der Preis der Erdbeeren, verkaufen Sie mehr Sahne und Tortenböden.

Bei Substitutionsprodukten verhält es sich genau andersherum. Substitutionsgüter sind „Konsum- oder Investitionsgüter, die einander in ihrer Verwendungsfunktion ersetzen können“ (Gabler Wirtschaftslexikon). Denken Sie beispielsweise an Butter und Margarine, das Paradebeispiel für Substitutionsbeziehungen. Senken Sie den Preis der Butter, verkaufen Sie weniger Margarine. Oder Sie erhöhen den Preis der Butter und verkaufen mehr Margarine. Die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage ist positiv.

Dynamische Preisoptimierung bei Komplementärprodukten

Intelligente Pricing-Lösungen beziehen beide Effekte in die Preisoptimierung ein. Im Fall der Erdbeeren ist es wichtig zu prüfen, ob Sie genug Sahne und Tortenböden im Lager haben, um den prognostizierten Absatz der Produkte bei einer bestimmten Preisänderung bedienen zu können. Oder denken Sie an Spargel. Bieten Sie günstigen Spargel im Supermarkt an, verkaufen Sie dazu oft auch die Komplementärprodukte Sauce Hollandaise und Schinken. Mit intelligentem Pricing vermeiden Sie Out-of-Stock-Situationen und maximieren gleichzeitig Ihren Ertrag. Für Frischeprodukte wie Erdbeeren ist außerdem das Szenario der Bestandsoptimierung interessant für die Preissetzung.

Dynamische Preisoptimierung bei Substitutionsprodukten

Substitutionsbeziehungen entstehen immer dann, wenn der Verbraucher ähnliche Produkte zur Auswahl hat, die dem gleichen Zweck dienen. Diese Alternativprodukte finden Ihre Kunden allerdings nicht nur im Sortiment Ihrer Wettbewerber, sondern auch in Ihrem eigenen Sortiment. In einem ersten Schritt ist es also notwendig, Substitutionsprodukte im eigenen Sortiment zu identifizieren und diese Produkte dann in die dynamische Preisoptimierung einzubeziehen. Ein Anwendungsfall ist hier das Upselling, indem Sie Ihren Kunden höherwertige Produktalternativen anbieten. Oder Sie fördern durch intelligente Preissetzung den Verkauf eines bestimmten margenstarken Produktes Ihres Sortiments. Die Pricing-Lösung setzt einen attraktiven Preis für dieses Produkt und passt die Preise der Ersatzprodukte entsprechend an.

Dynamic Pricing auch im Einzelhandel

In unserem Video zeigt Ihnen Jan Lippert genau an unserem Erdbeer-Beispiel, wie Sie intelligentes Dynamic Pricing mit der prudsys Realtime Decisioning Engine (kurz: prudsys RDE) auch im Store umsetzen und Ihre Preise – einzeln, für einige oder alle Produkte – per Klick über Electronic Shelf Labels (ESL) anpassen.

Oder Sie besuchen uns auf der DMEXCO 2018 und schauen sich diesen Anwendungsfall für Dynamic Pricing mit ESL im Einzelhandel einmal live an. Jetzt Termin vereinbaren!