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Einblick in das Arbeitsleben einer Entwicklerin: Spagat zwischen Anforderung und Umsetzung

prudsys AG bietet attraktive Jobs und Stellenangebote in der Software-Entwicklung in Chemnitz und Berlin.

Black Box „Entwicklung“: Entwickler-Gesprächsthemen oder die unsererseits sehr beliebten Entwickler-Witze klingen in der Regel etwas abstrakt für Nicht-Entwickler und lassen die Fragezeichen mancher Kollegen anderer Fachbereiche in die Höhe schnellen. So eine Aneinanderreihung von Entwickler-Fachbegriffen führt meist zu ein klein bisschen Bewunderung seitens Außenstehender, einhergehend mit der großen Erleichterung, sich nicht selbst mit Themen aus der Software-Entwicklung auseinandersetzen zu müssen.

Über das Arbeitsleben von Software-Entwicklern ranken sich einige Mythen. Ich möchte hier eine Vermutung näher beleuchten. Kollegen, die wenig mit Software-Entwicklung am Hut haben, fragen sich tatsächlich nach wie vor: Hacken unsere Entwickler-Kollegen den ganzen Tag kryptische Codes in den Rechner, vorzugsweise in abgedunkelten Räumen?

Von Codes, Bugs und dem akribischen Testen von Anwendungen

Ja, wir sitzen viel am Rechner, aber das tun andere Berufsgruppen auch. Nein, wir hacken nicht nur Code, wir sind meist mit der Lösung von Problemen beschäftigt, tatsächlich auch gern in abgedunkelten Räumen. Dazu später mehr. Unsere tägliche Arbeit inkludiert Diskussionsrunden, fachspezifisch oder Abteilungs-übergreifend sowie das Aufstöbern von Bugs. Ein Beispiel: Die aktuelle Java-Version auf Kundenseite ist nicht kompatibel mit der Java-Version der prudsys Realtime Decisioning Engine (kurz: prudsys RDE). In diesem Fall ging die Fehlersuche recht fix, oft gestaltet sich die Suche etwas mühseliger. Zudem befassen wir uns mit dem Lesen von Anforderungen, dem Schreiben von Dokumentationen, der Nutzung verschiedener Tools, die bei der Problemlösung unterstützen, wir pflegen unser Ticket-System oder schreiben E-Mails.

Auch das Testen bereits geschriebener Anwendungen nimmt viel Raum ein. Wir testen im Alltag sehr regelmäßig. Dafür haben wir ein eigenes Testsystem aufgebaut, welches vollautomatisch, einmal täglich, alle Softwarekomponenten prüft. Zudem testen wir unsere Personalisierungssoftware prudsys RDE vor jeder Release-Umstellung sehr ausgiebig auf Testsystemen, die der Realität sehr nahe kommen.

Esskultur und Raumhelligkeit in der Entwicklung

Zwischendurch gibt’s bei uns Entwicklern Kaffee, Tee oder stilles bis spritziges Wasser, Pizza, Erzgebirgs-Stollen oder auch mal Salat (Anmerkung: Salat gibt’s bei einem Großteil der Entwickler nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Die meisten von uns haben für diese „Notfälle“ Dosenravioli eingelagert. Aber es gibt auch hier Ausnahmen.) Und Bananen sind prinzipiell sehr beliebt. Ja, die Bedürfnisse der Entwickler variieren auch rein essens-technisch stark.

Zurück zum Thema abgedunkelte Räume. Die meisten der Entwickler-Kollegen sitzen auch mal gern in der Sonne. Unsere Brainstorming-Sessions finden oft draußen statt. Das ist mitunter effektiver als im Meeting-Raum. Aber manche Entwicklerräume sind tatsächlich dunkler, als andere Büros. Das hat rein praktische Gründe: Zu viel Licht von den Fenstern spiegelt sehr stark auf unsere Monitore. Vor allem nachmittags, wenn die Sonneneinstrahlung steigt. Im Sommer möchten wir zudem die Hitze so gut es geht draußen halten, da unsere Rechner teilweise mit viel Last laufen und sehr warm werden. Die meisten Entwickler die ich kenne, mögen es aber nicht ganz dunkel, sondern eher ein schummriges Dämmerlicht. Ist vielleicht der Romantiker im Nerd :).

Anforderung vs. Umsetzung und das Tüftler-Gen

Die Lösung der Probleme, vor denen wir tagtäglich stehen, erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Der Anwender sieht meist nur die Dinge, die nicht funktionieren, jedoch weniger die vielen Zahnrädchen, die hinter einer gelungenen Anwendung stecken. Und oft handelt es sich um eine ganze Zahnrad-Armada, vergleichbar mit der großen Fläche eines Eisberges, die unter dem Wasser weilt, während der Betrachter nur die Spitze oberhalb des Wasserspiegels sieht. Sehr oft stellt die Tatsache „Anwendersicht vs. Entwicklersicht“ eine gewisse Herausforderung für uns Entwickler dar. Wir realisieren den Spagat zwischen Anforderung und praktischer Umsetzung, trotz oder gerade wegen der Zahnrad-Armada. Denn so ein Tüftel-Gen muss man als Entwickler schon mitbringen. Ich für meinen Teil tüftele ganz gern. Einen witzigen Comic zu diesem Thema, der die Realität gut trifft, haben Oliver Knörzer und Powree von sandraandwoo veröffentlicht. Den möchte ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten:

Richards Leitfaden Softwareentwicklung

Der Umgang mit kundenspezifischen Anforderungen

Mit unserer Entwicklungsarbeit an der prudsys RDE setzen wir sehr oft kundenspezifische Anforderungen um. Unsere Personalisierungssoftware ist zwar eine Out-of-the-box-Anwendung, aber dennoch ein über viele Jahre gewachsenes Tool, das sehr viele kundenspezifische Anforderungen erfüllt. Die Anforderungen der Kunden sind meist hochgradig individuell. Die Kunst ist also, mit einem möglichst allgemein einsetzbaren System möglichst viele Kundenwünsche zu erfüllen. Die Ideen unserer Kunden spielen eine große Rolle. Wenn mehrere Kunden eine Funktion wünschen, integrieren wir diese in die prudsys RDE. Ansonsten bauen wir ein Plug-in nach den Wünschen des Kunden. Der Plug-in Service der prudsys RDE ermöglicht es, solche Anforderungen zeitnah und einfach zu realisieren: von der Spezial-Statistik, über eigene Business-Logiken bis hin zur voll-personalisierten Shopseite mit speziellen Regeln. Unsere echtzeitfähige Lösung für Omnichannel-Personalisierung im Handel unterliegt einem stetigen Wandel und wird von uns Entwicklern täglich optimiert.

Soviel erst einmal zu unserem Arbeitsalltag. Wir Entwickler sind entgegen der Vermutung manch fachfremder Mitmenschen sehr kommunikativ und freuen uns jederzeit über neue sympathische Entwickler-Kollegen/innen. Aktuelle Stellenausschreibungen lest ihr unter https://prudsys.de/jobs/.

 

Weiterführende Beiträge:

Brücke zwischen Theorie und Praxis: Meine Arbeit als Werkstudent im Bereich Forschung und Entwicklung

Ran an die Tasten – Ausbildung bei der prudsys AG

Aus dem Leben eines Data Scientist – Oder warum Statistik sexy ist

 

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