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E-Commerce Trends 2015 – Was wurde aus Personalisierung, mCommerce und Co.?

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Zum Ende des Jahres werfen wir einen Blick in die Glaskugel und versuchen vorherzusagen, welche E-Commerce Trends uns in 2016 erwarten. Welche Ansprüche hat der Kunde, welche Trends haben sich 2015 durchgesetzt und sind auch für 2016 relevant? Dabei geht es in erster Linie nicht um die bahnbrechenden Fortschritte im kommenden Jahr, sondern darum, welche Entwicklungen in das Plichtenheft eines Händlers aufgenommen werden sollten.

Die Trends 2015 – Ein Blick zurück

Die großen Innovationen haben wir bis jetzt in Deutschland nicht gesehen. Viele Trends sind schon aus den Vorjahren bekannt und erst in diesem Jahr wirklich präsent. Wir orientieren uns immer noch sehr stark an den USA und versuchen, relevante Themen in den deutschen Markt zu transferieren. Dennoch scheint es, dass sich die Sichtweise auf einige Themen positiv verändert hat. Laut der Medienhäuser t3n, etailment und haufe wurden für das Jahr 2015 folgende Trends prognostiziert:

  • Mobile Commerce
    Das Smartphone ist schon lange ein beliebter Shoppingbegleiter. Wichtig ist es, das Einkaufserlebnis auch auf einem kleinen Bildschirm angenehm zu gestalten und die Kunden zur regelmäßigen Nutzung anzuregen. Wie erwartet, haben viele Shops die mobile Lösung in den Fokus gerückt. Nicht nur Responsive Design oder die hauseigene App sind Standard geworden, sondern auch Services wie Click & Collect und Same Day Delivery. Bei letzterem bleibt abzuwarten, welches Kostenmodell sich 2016 durchsetzen wird.
  • Personalisierung
    Die Nähe zum Kunden war 2015 sicherlich ein wichtiges Thema. Die größte Entwicklung ist dabei die Sichtweise der Personalisierung. Das Ausspielen von Empfehlungen, die Statusinformationen zur Bestellung und die gezielte Werbung, im Hinblick auf die Vorlieben des Kunden, werden als Service gesehen und gelten als Standard für Verlässlichkeit und Transparenz. Trotzdem sollten Shops, die Personalisierung einsetzen, diese kennzeichnen und die Möglichkeit geben, diese zu deaktivieren.
  • Omnichannel
    Ein nahtloses Markenerlebnis über alle Kanäle ist wohl eine der komplexesten Aufgaben eines jeden Händlers. Dies betrifft nicht nur die großen Player, denn auch lokale Anbieter müssen Schritt halten, um Kunden langfristig von sich zu überzeugen und den Komfort des Onlineshoppings in den stationären Handel zu übertragen. Dieses Thema wird auch 2016 von zentraler Bedeutung sein.
  • Mobile Payment
    Die Zunahme im Bereich Mobile Commerce steigerte natürlich auch die Erwartungen an die alternativen Zahlungsmethoden. Besonders im Fokus waren das Bezahlen mit der Geräte-ID des Smartphones und die neueren Konzepte wie Apple Pay und Paypal One Touch. In Deutschland ist mPayment auf Grund der geringen Kreditkarten-Akzeptanz noch nicht allzu weit verbreitet. In 2016 bleibt abzuwarten, ob ich mein Portemonnaie zu Hause lassen kann und es nicht immer heißt: „Nur bar oder mit EC-Karte“.
  • Virtual Reality
    Die virtuelle Realität wird durch neure Hardware wie die 3D-Brille Oculus Rift oder auch Augmented Reality Apps immer greifbarer und bot auch 2015 eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten im E-Commerce. IKEA bietet mit der Katalog-App beispielsweise die Möglichkeit, die gewünschten Möbel virtuell in der eigenen Wohnung zu platzieren.

Unsere Trends 2015: Recommendations, Dynamic Pricing und Marketing Automation

Schon zu Beginn des Jahres war für uns als prudsys AG spürbar, dass die Personalisierung eines der Top-Themen sein wird. Neben unserem Kernthema den Recommendations ist vor allem das Dynamic Pricing schwer im Kommen. Um die Themen Dynamic Pricing und Marketing Automation drehte sich auch alles beim prudsys personalization summit 2015 in Berlin. Die rund 200 Teilnehmer bestätigten die Änderung der Sichtweise auf die Personalisierung. Während in den vergangen Jahren Personalisierung eher punktuell eingesetzt wurde, wird diese in 2015 sehr großzügig und transparenter verwendet. Dem Kunden wird beim Shopbesuch deutlich gemacht, dass dieser auf ihn zugeschnitten ist und das nicht nur im Web, sondern auch in der App oder auf dem Smart TV. Die Empfehlung ist als Serviceleistung vom Konsumenten akzeptiert und wird teilweise schon erwartet.

Dass neben den Recommendations gerade das Thema Dynamic Pricing bei uns sehr gefragt ist, liegt vor allem in der Vielseitigkeit der Einsatzmöglichkeiten begründet. Die Aussicht auf ein intelligentes Produktbundle ist nicht nur für den Kunden interessant, sondern auch der daraus resultierende Mehrumsatz für den Verkäufer.

Die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten der Marketing Automation erschließen sich nicht direkt auf den ersten Blick. Retourenprognose oder Warenkorbabbruch-Prävention sind auch in diesem Jahr ganz oben auf der Wunschliste unserer Kunden. Auf dem prudsys personalization summit wurde gezeigt, wie diese Themen mit Echtzeit–Scoring angegangen werden. Ein weiterer interessanter Ansatz der Marketing Automation ist die automatische Zielgruppenselektion, also zum Beispiel die E-Mail-Kampagne, die sich den Empfänger selbst sucht.

Trends 2016 – Wir wagen den Blick in die Zukunft

Die Preisgestaltung und die Automatisierung werden in 2016 eine noch größere Rolle spielen, denn es sind genau die Merkmale, mit denen sich Onlineshops voneinander abheben können. Meiner Meinung nach wird uns das Thema Personalisierung auch weiterhin begleiten. Allerdings nicht in der Form, wie und wo Personalisierung eingesetzt werden kann, sondern wie diese mit weiteren Marketing-Maßnahmen interagiert. Auch die Echtzeit- und Omnichannel-Fähigkeit wird uns 2016 weiter beschäftigen. Bei immer schnelleren Internetanbindungen wird die Kommunikation zwischen Webseite und Recommendation Engine ebenfalls immer schneller werden müssen.

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