E-Commerce Barcamp in Jena 2015 #eccj15

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Welche Erwartung stellt man an ein Barcamp zum Thema E-Commerce, wenn man im vergangenen Jahr Messen wie die dmexco, die Internet World oder die NEOCOM besucht hat?

Man erwartet definitiv etwas anderes! Schließlich kann man eine solche Unkonferenz nicht mit den oben genannten Veranstaltungen vergleichen. Dieses Barcamp in der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena war ein Treffpunkt für all diejenigen, die sich tagtäglich den tatsächlichen Herausforderungen des E-Commerce-Alltags stellen. Hier ging es in erster Linie nicht um werben oder verkaufen, sondern um Best-Practice-Informationen. Egal ob sie als Shopbetreiber, Entwickler oder als Marketer für drei Tage nach Jena (12.-14.03.2015) gekommen sind, die Absichten waren für alle gleich: Informationen geben, aufnehmen und darüber diskutieren.

Hands Up – Programmplanung

Sessionvorstellung beim eCommerce Camp in Jena 2015

Wer zu einem bestimmten Thema etwas vortragen wollte, musste rauf auf die Bühne, seine Session vorstellen und bekam per Handzeichen mitgeteilt, wie viele Interessenten er erwarten konnte. Nach diesem Prinzip wurde schnell die Programmplanung für den Freitag und Samstag festgelegt. Außerdem bekam man sofort ein erstes Bild von den Referenten. Art und Thema der Session waren nicht vorgegeben. So gab es kreativen Freiraum für Diskussionen, One-Man-Shows oder spontane Vorträge.

Rot, Gelb oder Grün – Wähle!

Nach der durchaus amüsanten Vorstellung und Festlegung der Themen hatte man die Qual der Wahl. Welche Session aus den Bereichen Marketing, Technik oder Systeme besucht man am heutigen Tag und welche lässt man aus. Hier die Shortcuts unseres Tages:

Customer Lifecycle Management mit E-Mail-Marketing
– oder Kunden zu Stammkunden machen

Michael Keukert: „35 Mails pro Kunde im Monat funktionieren. E-Mail-Marketing hat eine geringe Bounce-Rate. Gezielt Auto-Responder für eine E-Mail-Strecke einsetzen.“

Das beste E-Commerce Setup der Welt

Thomas Lohner: „Server sollten nicht wie Kätzchen sein sondern wie Kühe. Skalierung, Ausfallsicherheit und die „tollen“ Cronjobs.“

Veristore POS – Brückenschlag zwischen Onlineshop und Ladenlokal

Michael Keukert: „Sterne vergeben am POS. Für jeden Händler geeignet. 3 x 5 Ratingsystem reicht. POS und Onlinehandel zusammenbringen.“

Sortimentsoptimierung: Die richtigen Produkte zum richtigen Preis

Stefan Bures: „Preisoptimierung ist die einfachste Form. Preisbestimmung anhand von Konkurrenzpreisen. Amazon.“

Wir haben leider nicht an allen Sessions teilnehmen können, da alleine für den Samstag 24 Vorträge auf dem Programm standen. Davon war auch einer von prudsys.

Personalisierung?!

Selbstverständlich hatten auch wir eine Session mitgebracht und vermittelten unseren Zuhörern, in welchem Rahmen Personalisierung im Omnichannel-Kaufprozess stattfinden kann und wie die dynamische Preisoptimierung damit zusammenhängt. Was uns schnell deutlich wurde ist, dass Personalisierung für uns eine andere Bedeutung hatte als für unser Publikum. Wir denken an personalisierte Kauf-Empfehlungen, individuelle Rabatte für den einzelnen Kunden oder an Mailings mit 1:1-personalisiertem Inhalt. Unser Publikum dachte beim Wort Personalisierung eher an „Hallo Frau Sowieso“ als Ansprache in einer E-Mail. Daher waren die Rückfragen zu unserem Thema so vielfältig wie das Publikum selbst: Wie funktioniert die Anbindung in den Shop? Wie läuft eine Usersession ab? Kann ich den User wiedererkennen?

Wir wurden regelrecht mit Fragen gelöchert und merkten schnell, dass das Thema Personalisierung noch einer Menge Aufklärung bedarf.

Barcamp … das ist nichts für mich!

Auch wenn die diesjährige Sessionplanung sehr technisch aussieht, haben die Veranstalter darauf geachtet, dass in jedem Slot aus jedem Bereich eine Veranstaltung mit dabei war. Grundsätzlich sollte jeder einmal ein Barcamp besuchen und sich selbst ein Bild davon machen. Die Informationen die dort vermittelt werden, bedeuten Mehrwert. Die Teilnehmer profitieren vor allem auch durch die Interaktion untereinander. Diese beginnt beim gemeinsamen Frühstück, wird beim Mittagessen fortgesetzt und endet in einer gemütlichen Runde bei der Abendveranstaltung.
Bei einem Barcamp ist für jeden etwas dabei. Es komm darauf an, welche Session man auswählt, denn diese passen thematisch, sind genau wie auf den großen Veranstaltungen nur mit dem kleinen Unterschied, dass man nicht in Anzug und Krawatte kommen muss.

Fakten, Fakten, Fakten …..

camp-facts

Quelle: www.tritum.de

Auf ein Neues!Christopk und Tobias beim eccj15

Nach unserem ersten Besuch können wir nur sagen: Nochmal! Wir sind mit der Intention zum Barcamp gekommen, uns umzuhören, Trends zu sichten und ein bisschen tiefer in die sich stetig wandelnde Welt der Onlineshops einzutauchen. Letztlich waren wir mitten drin, haben eine Session gehalten, interessante Gespräche geführt, Menschen kennengelernt und neue Sichtweisen auf das Thema E-Commerce mitgenommen. Wir werden auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder die Reise zum Barcamp nach Jena wagen – dann natürlich mit einer neuen Session im Gepäck.

Weiterführende Links

E-Commerce Events – Wer die Wahl hat, hat die Qual
dmexco 2014 – Recap
NEOCOM 2014 – Rückblick

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