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Digital Signage am POS – wie künstliche Intelligenz digitale Werbung beflügelt

Digital Signage am POS für Recommendations & Personalisierung im stationären Handel

Der stationäre Handel erlebt den digitalen Wandel und sucht nach geeigneten Strategien, um die Online- und Offline-Welt intelligent zu verknüpfen. Damit verbunden sind die Umstellung von Prozessen und der Einsatz neuer Technologien. Was im ersten Moment mühselig erscheint, ist langfristig eine gute Investition. Denn sowohl am Point of Sale (POS) als auch im E-Commerce steht das positive Einkaufserlebnis im Vordergrund. Kunden schätzen personalisierte Services, die das Einkaufen erleichtern. Händler grenzen sich dadurch erfolgreich vom Wettbewerb ab. Ich gebe einen kurzen Einblick in Einsatz-Szenarien von Digital Signage in der Praxis in Verbindung mit künstlicher Intelligenz.

Einsatz von Digital Signage in der Praxis

Der POS setzt verstärkt auf technische Finessen, um seine Kunden zu begeistern und zu binden. Digital Signage, der Einsatz digitaler und mittlerweile auch verstärkt interaktiver Medieninhalte in elektronischen Werbe- und Informationssystemen, ist eine gute Möglichkeit für Händler, bei den Kunden zu punkten. Der Fachverband Außenwerbung bestätigte mit der „Trendanalyse Out-of-home (OOH) to Mobile 2016“ eine Wahrnehmung von Digital Signage von 86 %. Darüber hinaus folgten bereits 51 % der Befragten einem angezeigten Link über Digital Signage mit ihrem mobilen Endgerät.

Inhalte der Werbesysteme können z.B. an Tageszeiten, Orte, regionale Events oder dem aktuellen Kundenverhalten angepasst werden. Herrscht beispielsweise in einer Abteilung wenig Nachfrage, kann ein Sonderangebot für ein bestimmtes Zeitfenster angezeigt werden, um eine effiziente Auslastung zu erzielen.

Mittlerweile setzen immer mehr Unternehmen auf Digital Signage am POS. SEAT führte in den Flagship-Stores Berlin, Hamburg und Alsbach Kiosk-Systeme entlang des Kundenweges ein: Begrüßungsbildschirme mit anwesenden Ansprechpartnern sowie Info-Displays im Wartebereich. Die Inhalte sind vielfältig: Werbetrailer, der aktuelle Zubehörkatalog oder ein Konfigurator, mit dessen Hilfe Kunden ihr Traumauto zusammenstellen können.

Wichtig beim Einsatz von Digital Signage

Die Vorteile von Digital Signage liegen auf der Hand: Es ist 24 Stunden am Tag verfügbar, z.B. in Schaufenster oder Mall, auch wenn das Geschäft längst geschlossen hat. Die Inhalte bieten zudem meist einen Mehrwert für den Kunden und sorgen für ein abwechslungsreiches Shoppingerlebnis.

Doch es gilt einige Punkte zu beachten: Digitale Außenwerbung sollte wie jedes Marketing-Instrument in ein ganzheitliches Omnichannel-Marketing-Konzept eingebunden sein. Digital Signage funktioniert nicht einfach so, sondern ist Bestandteil einer gut durchdachten Kundenkommunikation. Um möglichst viele Szenarien realisieren zu können, ist die Verzahnung der Kanäle inkl. Systemen und deren Daten die Voraussetzung. Wichtig ist auch die Auswahl der passenden Hard- und Software, denn das Gerät befindet sich im Dauerbetrieb. Zudem sollte es kompatibel mit weiteren Lösungen sein, zur Realisierung verschiedenster Anwendungsszenarien.

Personalisierte Kundenansprache über Digital Signage als Erfolgsfaktor

Viele Personalisierungsszenarien aus der Onlinewelt lassen sich durch die Verbindung von Digital Signage mit künstlicher Intelligenz auch am POS realisieren. Individuelle Produktempfehlungen oder personalisierter Content, zugeschnitten auf den aktuellen Betrachter, bieten einen echten Mehrwert für den Kunden.

Folgendes Szenario: Der Kunde kommt in die Filiale eines Modegeschäfts und entdeckt das übergroße Display im Geschäft. Er geht hin und sieht sein Spiegelbild im Display der intelligenten Digital-Signage-Lösung. Auf Grundlage seines Erscheinungsbildes werden ihm passende Kleidungsstücke empfohlen, z.B. auf Basis des Farbtons seiner Kleidung, seines geschätzten Alters oder seines Geschlechts. Berührt der Kunde ein Kleidungsstück auf dem Display, werden ihm passend zum gewählten Artikel neue Teile zur Komplettierung seines Outfits vorgeschlagen. Gefallen dem Kunden die angezeigten Kleidungsstücke, bestätigt er das Outfit oder einzelne Teile. Mit Bestätigung des Outfits erfolgt der Druck eines Bons mit den Informationen und ein Filialmitarbeiter erhält die Information über das interne CRM System. Innerhalb kurzer Zeit stellt der Mitarbeiter das gewählte Outfit zusammen und der Kunde hat die Möglichkeit zur Anprobe.

Die Digitalisierung am POS schreitet weiter voran. Dies ist nur ein mögliches Szenario. Künstliche Intelligenz im Rahmen digitaler Werbung ermöglicht zudem zahlreiche neue Anwendungen für ein emotionales Shoppingerlebnis. Das hat sich auch das Leipziger Unternehmen Sensape auf die Fahne geschrieben. Sensape hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit intelligentem Digital Signage die Kundenansprache am POS zu revolutionieren. Auf dem prudsys personalization summit halten die Kollegen am 28. Juni 2017 einen Vortrag zum Thema „Digital Signage mal intelligent“. Zudem gibt es zahlreiche Best-Practice-Vorträge zum Thema Echtzeit-Personalisierung. Darunter sind Case Studies von SANICARE, Thalia, 1-2-3.tv, Westfalia und Impressionen. Eine Teilnahme am diesjährigen prudsys personalization summit ist noch möglich. Hier können Sie sich Ihr persönliches Konferenz-Ticket sichern:

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